Dienstag, 16. August 2022 – Watt erleben

„Des gärenden Schlammes geheimnisvollen Ton…“

Zugegeben, von Storms lyrischer Beschreibung des Wattflüsterns haben wir heute unter Kinderkichern und -geschrei nicht allzu viel gehört, doch war dies auch gar nicht das Ziel. Vielmehr ging es darum, den Lütten den faszinierenden Lebensraum Wattenmeer ein Stück näher zu bringen. Dafür haben wir uns auf eine kleine Wanderung von der Zeltstadt zum Rantumer Hafen gemacht, wo man schon auf wenig Strecke die Charateristika des Watts erleben kann. Der abrupte Übergang vom Sand- zum Schlickwatt sorgte für manchen überraschten Aufschrei, dennoch wagten sich alle Kinder frohen Mutes über den ungewohnten Untergrund – und eiferten um die höchsten „Gummistiefel“ aus Schlick. Manche Kinder zeigten auch keine Scheu, den Schlick mit dem Geschmackssinn zu erkunden…

Doch was wäre das Watt ohne seine tierischen Bewohner? Die drei Wattführer aus der Teamerriege schaufelten und siebten und griffen beherzt zu, wenn sich irgendwo ein verdächtiger Wattwurm-Haufen zeigte oder ein Dwarslöper (Strandkrabbe) seinem plattdeutschen Namen alle Ehre machend quer über den Wattboden huschte. Die Kinder zeigten sich neugierig, interessiert und erkundungsfreudig – ein schönes Erlebnis für alle! Am eindrücklichsten war vielleicht die Geschwindigkeit, mit der das auflaufende Wasser an den Strand zurückdrängte. Die Lütten staunten nicht schlecht, zu sehen, wie die Boote im Hafen, die eine Stunde zuvor noch auf dem Trockenen lagen, auf dem Heimweg im Wasser dümpelten. Gestärkt mit Pizzabrötchen, Zimtschnecken und Blaubeer-Muffins ging es nach der kleinen Wattexkursion zurück in die Zeltstadt. Und vielleicht schleicht sich in den Traum des einen oder anderen heute Nacht Willi, der Wattwurm oder Stine, die Strandkrabbe…